Elsbeth und Valentin Tobler sind beide über 100 Jahre alt. Seit 80 Jahren sind sie ein Paar und wohnen noch zu Hause. Vieles haben sie spontan richtig gemacht. Mit regelmässiger Bewegung und guter Ernährung blieben sie fit. Mit emotionaler Stärke, Toleranz und Humor haben sie Höhen und Tiefen ihres spannenden Lebens bewältigt. 1951 wanderten sie nach Chile aus, 10 Jahre später kamen sie mit drei halbwüchsigen Kindern zurück nach Zürich. Elsbeth und Vali freuen sich, dass sie die Pandemie überstanden haben und beleben die Sozialkontakte wieder neu. Sie informieren sich täglich über das Weltgeschehen, doch blicken sie sorgenvoll in die Zukunft. Sie geniessen die Zeit, die ihnen noch bleibt. Vali ist inzwischen der älteste Einwohner von Zürich.
Der Film ist auch ein Zeugnis der vergangenen 175 Jahre. Elsbeth und Valentin berichten vom Leben ihrer Eltern und Grosseltern aus der Gründerzeit. Vom Zweiten Weltkrieg, dem Antisemitismus und der Fremdenfeindlichkeit in den 60erJahren. Themen, die durch die aktuellen Ereignisse wieder an trauriger Bedeutung gewonnen haben.
Am 19.10. ist die Filmemacherin Monika Weibel für ein Gespräch nach dem Film im Luna zu Besuch.