Nach «Ida» und «Cold War» widmet sich der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski erneut den moralischen Umbrüchen im Europa der Nachkriegszeit und beleuchtet dabei zentrale Themen wie Identität, Schuld, Familie und Liebe.
1949 kehrt der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) erstmals seit dem Ende des Krieges nach Deutschland zurück, begleitet von seiner Tochter Erika (Sandra Hüller) – Schauspielerin, Schriftstellerin und Rallyefahrerin. Am Steuer eines schwarzen Buick begeben sie sich auf eine beschwerliche Reise durch ein Land, das sie sechzehn Jahre zuvor bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlassen hatten. Vom US-amerikanisch kontrollierten Frankfurt bis nach Weimar, das von den Sowjets verwaltet wird, durchqueren Vater und Tochter ein zerstörtes Deutschland, das durch den Kalten Krieg in zwei Teile gespalten ist.
«Neben der inhaltlichen Verdichtung und dem ausgezeichneten Cast ist es vor allem Pawlikowskis Detailversessenheit, die ‘Vaterland’ auszeichnet.» (Filmbulletin)